Sonntag, 23. Oktober 2022

Ich komme mit voller Wucht und Bestimmtheit in meinem Leben an.

Nicht mehr.


Mein Weg, ist nicht der Deine. 

Nicht mehr.

Mein Gedanke, berührt Deinen nicht. 

Nicht mehr.

Mein Leben, geht Deinem nicht hinterher. 

Nicht mehr.

Mein Traum, steht Deinem nicht zurück. 

Nicht mehr.

Mein Wert, wird von Deinen nicht bestimmt.

Nicht mehr.

Mein Ich, strebt Deinem gemachten Bild von mir nicht an.

Nicht mehr.


Wenn mein Ich, mein Weg, meine Gedanken und Träume wirklich zu meinen werden, welches Ich siehst Du von mir? 

Willst Du es sehen?

Willst Du es kennenlernen? 

Willst Du es lieben?

Willst Du Teil meines Ichs sein?


Ich lade Dich ein, Deine Entscheidung es zu überdenken!

Denn mein Ich kommt mit voller Wucht und Bestimmtheit ins Leben (zurück).





Freitag, 20. Mai 2022

Dereinst ich schrieb


Die Feder leicht gedrückt.

Den Kopf zum Papier geneigt.

Schrieb ich einst.

Und besonders oft an Dich.


Die Worte flossen durch rubinrote Tinte aufs Papier.

Hin zu Dir.

Meine Seelenliebe offenbarte ich Dir.

Unerwiderte blieben sie nicht nur auf dem Stück Papier.

Denn der Seelenklang verflog dadurch bei Dir.


Unbeirrt schrieb ich weiter Dir.

Nur Dir.

In Erwartung Deiner Worte, die jedoch nicht zurückflossen zu mir.

Wie in einer Gier schrieb ich weiter.

Nur Dir.

Und verkannte dabei den verrannten Weg.


Eines Tages erwachte ich.

Und schrieb.

Und schrieb.

Welch Glück durchdrang mich durch die Worte Bilder.

So schrieb ich dereinst weiter.

Aber nicht mehr Dir.






Dienstag, 21. Dezember 2021

Dein Licht ist erloschen

Mein Freund, mein lieber Freund,

welch‘ verhängnisvolles, schicksalhaftes Ereignis hat Dich aus unserer Mitte entrissen.

Welch‘ trügerischer Glaube hielt uns fest im Griff, dass es Dir gut ging.

Welch‘ Zeugnis legen wir, ich, heute vor Dir ab?

Und welch‘ Zeugnis Deiner Frau und Deinem Kind.

Viel zu lange ließen wir uns Zeit für ein Wiedersehen, jetzt wird es nie mehr geschehen. 


Jetzt richtest Du Deinen Blick auf uns und wir hoffen, in diesem Gnade zu finden.


Mein Freund, mein lieber Freund,


Du lehrtest mich auf grausame Art, dass das der Tod keine Reihenfolge kennt und das Schicksal uns soviel lehren kann, welch grausame Art, welch trügerisches Sein.


Ich vermisse Dich.


Montag, 4. Oktober 2021

Ich bin dann einfach mal nicht.


Mag nicht mehr tun.

Mag nicht mehr passen.

Mag nicht mehr wollen.

Mag nicht mehr sollen.

Mag nicht mehr suchen.

Mag nicht mehr finden.

Mag nicht mehr erklären. 

Mag nicht mehr sein.

Mag mich einfach nicht mehr verkaufen. 
Hab mich verloren und mag einfach mal nur nichts mehr.

@Photo by Brett Jordan from Pexels



Freitag, 13. August 2021

Sehen dürfen.

Ich habe Deine Träume gesehen, 
als Du sie noch nicht verstandst.


Ich habe Deine Zukunft gesehen,
als Du sie noch verschüttet vor dir liegen sahst.

Ich habe Deine Sanftheit gesehen,
als Du Dich noch im Schutzpanzer Deiner Vergangenheit gehüllt hast.

Ich habe Dein Leid gesehen, 
weil ich es bereits durchschritten habe.

Ich habe Dich, Dein wahres Wesen gesehen,
weil ich Dich sehen durfte und habe mich dabei wiederentdeckt.


@www.pexels.com/photo/gray-clouds-with-blue-sky-731924/



Samstag, 6. Februar 2021

VergissDeinNicht


Glückskeks 


Das Leben vorwärts leben,

aber rückwärts verstehen.

Den Traum leben,

die Gegenwart dabei vergessen.

Das Erleben verpassen,

in Gedanken versuchen zu verstehn.

Den Anderen als selbstverständlich sehen,

im Traum der Liebe nachjagen.

Den Sturm in Panik meistern,

das Schiff des Lebens zu lenken vergessen.


VergissDeinNicht mein Seelchen, 

VergissDeinNicht.




Samstag, 26. September 2020

Ich gehöre zu den Anderen.

Du siehst mich an und beneidest mich - aber ich gehöre zu den Anderen; zu denen, die man nicht beneidet, wenn man ihr Leben kennt.

Du siehst mich an und sagst wie toll ich angezogen bin - aber ich gehöre zu den Anderen; zu denen, die wissen wie es ist, keine eigenen Sachen zu haben.

Du siehst mich an und rühmst meine Schönheit - aber ich gehöre zu den Anderen; zu denen, die ihr Selbst schon lange hinter einem Panzer versteckt haben.

Du siehst mich an und sagst, wie wunderbar empathisch und tiefgründig ich bin - aber ich gehöre zu den Anderen; zu denen die wissen wie weit Schmerz führen kann.

Du siehst mich an und sagst, wie großartig mein Leben doch verlaufen ist - aber ich gehöre zu den Anderen; zu denen die den Preis für dieses Leben mit Schmerz, Leid, Dunkelheit und Tiefen bereits bezahlt haben.

Du siehst mich an und sagst, welch' wunderbare Liebe ich habe - aber ich gehöre zu den Anderen; zu denen die nicht wirklich wissen was Liebe ist.

Du siehst mich an und beneidest mich um all das, was ich geschaffen habe, weil Du es so wundervoll findest - aber ich gehöre zu den Anderen; die das was sie erleben nicht spüren.



Mittwoch, 4. März 2020

Irland


Reise mit mir auf die Grüne Insel 🍀

Wolken, sind Schnee im Himmel.
Das Meer, des Lebens Kern.
Das Licht der Sonne, atemraubender Spielplatz.
Tränentropfen, des Körpers Antwort. 
Zuckerwatte, ist des Glücks Ursprung.
Kaffee, des Müden Lebenselixier. 
Herzsprung, ist der Liebe Antwort.
Lächeln, ist des Geistes Wahrheit.
Die Augen, der Seele Richtung.

Glücksgefühle, einfach so, sind kostbare Augenblicke. 
Verlieren wir sie nicht im Vergessen der Erinnerung.


Montag, 10. Februar 2020

R-Aus

R-Aus 

Dich verbannen.
Dir entrinnen.
Trübe Gedanken entsinnen.
Sich vor Dir schützen.
Dich gleichzeitig verlieren.
Oder doch Alles mit dem Abschied gewinnen?

Mehr Luft zum atmen kreiert?
Ein neues Leben gewonnen?

Ohne Dich.
Ohne Euch.
Ohne die Lügen.
Ohne das gegenseitige Betrügen.
Ohne die Grässlichkeit der Vergangenheit.


Und doch will ich ein Teil von Euch sein.

Samstag, 4. Januar 2020

Weihnachten - immer schon so oder doch nie wieder

Wenn aus „immer schon so“ ein „nicht mehr wieder“ wird

Es war schon immer so und ich kannte es nicht anders: 
Weihnachten, dass Fest der Hiebe, Liebe gab es nicht. Geschenke sowieso gleich gar nicht, denn dafür gab es einfach nie Geld; was es aber noch mehr nicht gab, war Familie. 
Dafür immer Streit und Hiebe. 

Und dennoch fuhr ich jedes Jahr zum 6. Jänner „Heim“, damit ich zu Hause war, denn es war doch schließlich Weihnachten, zu Hause bei der Familie.
Jedoch das einzige „zu Hause“, das ich kannte, und für mich in Anspruch nehme, ist mein Wien. Die Stadt an sich.

In ihr fand mein Leben, Leid, Tragödie und die eine oder andere Lieb‘ statt.
Aber Familie? Die fand sich da irgendwie nicht. 
Natürlich gab es die genetische Verstrickung, die gebürtige „Familie“; die liebende Familie blieb jedoch aus. Einfach so, weil meine Eltern es selbst nicht anders kannten und es, glaube ich, auch nicht anders machen oder verändern wollten. 
Zu schmerzhaft war ihre eigene Geschichte, das verstand ich erst viel viel später, aber was war mit meiner Geschichte? Was war mit ihrem Versprechen an mich, mich in dieses Leben zu holen, um eine Bereicherung zu ihrer Liebe darzustellen?

So wuchs ich also mit mir selbst auf und einer Ahnung, dass diese, ihre Geschichte für mich nichts ist.

Und doch bin ich wieder hier. Brav vor dem 6. Jänner angereist, für Weihnachten, zu Hause, aber eigentlich bin ich mehr nach Wien gekommen. Zu den nach Hause, das mich jahrelang aufrecht hielt, die Stadt Wien an sich.. 
Aber auch dieses zu Hause, mein Wien, entfremdet sich mir. 

Es ist natürlich heller und schöner geworden über die Jahrzehnte, fast strahlend an der einen oder anderen Ecke, aber es ist auch an genauso vielen Gassen ein wenig beliebig geworden. 
Die  Mainstream-Geschäfte säumen die Gasse, die ich einst gerne ging; die mich zur Schule, zur Arbeit und nach Hause führten. 

Wien, die einzige Stadt, die immer meine Heimat bleiben wird, obwohl meine Gene mich als „Ausländer“ outen und ich dennoch hier in Wien keiner bin. 

Meine Wurzeln habe ich schon früh „hier hin“ verschoben. Ich wollte dass, was meine Gene waren und sind, nicht sein. Ich wollte viel lieber das Kind dieser wunderbaren Stadt sein. So wurde ich es auch, jeden Tag ein Stückchen mehr und damit entfremdete, ja gar entzog ich mich meiner ersten Wurzeln. 
Und so kam es, dass ich auch das Sein und Wesen meiner Mutter nicht mehr verstand, nicht mehr folgen konnte und seit heuer auch nicht mehr will.

Der 6. Jänner naht, dass orthodoxe Weihnachtsfest steht vor der Tür und ich will zum ersten Mal das „immer schon (wieder) so“ nicht mehr. Ich will das gespielte Weihnachten nicht mehr, ich will das „das muss so und so sein und tu‘ dies und das so und auf keinen Fall anders, weil es ... ach was weiß ich, was es dann wird. 

Für mich ist es zum ersten Mal ein wirkliches „ich will das nicht mehr“.  
Weil ich endlich die versprochene Geborgenheit, die angekündigte Liebe, die unumstößliche Sicherheit bekommen will, Teil einer Familie zu sein.

Um so vieles wurde ich in den letzten Jahrzehnten gebracht, ich kann mich selbst doch nicht mehr um den Rest bringen. Oder doch, weil es dennoch Familie ist, die einzige die ich habe und es halt „immer schon so“ anders war???



Dienstag, 27. August 2019

Ich bitte Dich

Steh’ auf oder ich verliere Dich!

Ich kann Dir nicht sagen was ich fühle, denn Du wirst mich nicht hören.
Ich kann Dir nicht sagen was ich denke, denn Du wirst mich nicht verstehen.
Ich kann Dir nicht zeigen was ich mir für Dich wünsche, denn Du wirst es nicht sehen.
Ich kann Dich nicht beschenken, denn das Geschenk des Lebens ist für Dich nichts wert.

Ich verliere Dich jeden Tag ein Stück mehr und kann es nicht ertragen, Dich leiden zu sehen. 
Aber ich kann Dir auch nicht mehr helfen, denn aufgegeben hast Du Dich, nicht ich. Und dagegen bin ich machtlos.

Dein Weg wird, wenn Du ihn gehen würdest, schwieriger und liebloser sein, aber es ist ein Weg in ein anderes Leben als jetzt. 
Ein Weg, der Dir noch so viel geben kann, was sich Dir jetzt noch nicht erschließt. 
Versuche es, bitte, für Dich - auch wenn Du Dein Ich nicht willst.

Nimm meine Hand und beginne zu gehen. 
Ich hab Dich lieb.

Dienstag, 20. August 2019

Das Ende unserer gemeinsamen Zeit

Ruh Dich aus mein Liebherz, ruh Dich aus.

Geschlagen hast Du Stund um Stund, Tag um Tag, Jahr um Jahr.

Zeit wird es sich auszuruh’n. Langsam zu schlagen, den Schlaf entgegen zu sehen und dem Körper, und dem Kopf, eine Gutenachtgeschichte vorzugaukeln.

Schlaf mein Herz, so schlaf.
Vermissen tue ich Dich schon jetzt. Schon jetzt kann ich den Gedanken nicht ertragen, Dich gehen zu sehen. Und doch weiß ich, es wird Zeit Abschied zu nehmen. 
Zeit, welch’ schlimmes Wort in diesem Moment, denn sie rinnt uns durch die Finger und lässt uns mit nichts zurück.  

Alles geht. Der letzte Gedanke verlässt Deinen Mund und das Licht geht endgültig  aus Deinen wundervollen, nach Leben sehnenden Augen, aus.

In meinem Herzen erlischt die Flamme.
Es wird kalt um mich herum und die Leere und Einsamkeit ummantelt mich.
Und im gleichen Moment formt sich neu die Glut der Wut über die Zeit, die mir nicht mehr mit Dir gegönnt war.

Leb’ wohl mein ehemals schlagend Herz, leb’ wohl.