Samstag, 24. November 2018

Leben

Deine Lippen, Dein Kuss ...

Sie sind für mich die ...

Verheißung von Liebe

Verheißung von Schmerz

Verheißung von Leidenschaft

Verheißung von tiefen Abgründen 

Verheißung von ...

Wenn ich Dich küsse,

ist das für mich die Verheißung von Leben.

Sonntag, 11. November 2018

Parallelleben


Wie war das, vor uns zwei?
Als wir mit Anderen waren und das Leben planten.

Es waren gute Leben.
Teilweise erfolgreiche und teilweise triste, teilweise verschwendete und teilweise mit Dankbarkeit erfüllte.
Alles in allem, ein Leben halt.

Und dann?
Dann trafen wir aufeinander.

Wir begannen zu erzählen.
Wir begannen zu lachen, weil unsere andere Leben - mit unserem eigenen gesehen und verglichen - gleichgeschaltet waren.

Unsere Ehen, am selben Tag geschlossen, nur mit anderen Partnern.
Unsere Geschwister, am selben Tag geboren, nur mit anderen Jahreszahlen.
Unsere Kindheit, mit ähnlichen Erlebnissen.
Unsere besuchten Orte, zu ähnlichen Zeiten, die selben Gefühle auslösend.
Unsere Freunde, die uns irgendwann bekannt machten, in der eigentlichen Stadt des jeweils anderen.

Alles führt uns letztlich zu uns und irgendwie, waren wir zwei schon immer zusammen, denn fast alles erlebten wir ähnlich, nur mit jemand Anderen.





Donnerstag, 25. Oktober 2018

Choreografie des Windes - ein Baum im Herbstsonnenschein

Mein Weg auf der Autobahn führt mich schnell an dir vorbei.
Viel zu schnell und doch ist genug Zeit, dass mich dein Strahlen, im Dickicht von vielen starken Bäumen und Tannen, gefangen nimmt, ja sichtlich berührt.

Ich sehe, in Bruchteilen von Sekunden, im Sonnenlicht noch dein sattes Grün an vielen Ästen aufflackern. Aber ich sehe im Sonnenschein auch schon dein traumhaft rostrotes Blätterkleid, dass sich nach unten hin immer weiter ausbreitet.
Welch Farbenschauspiel, welch Pracht.

Klein bist du, so zwischen all den großen Bäumen, und doch hast du deinen Platz zwischen ihnen fest eingenommen. 
Euer Leben beginnt langsam dem Herbst Platz zu machen und ihr verändert euer   Farbenkleid. Passt euch dem Kommenden an, ohne euer innerstes Leben zu verlieren.
Ihr werdet bald gemeinsam schlafen gehen und dem Schnee ein festes Zuhause auf euren starken Ästen bieten.
Aber bis dahin tanzen eure Blätter noch im Herbstwind und eure Äste wiegen sich sanft zu Choreografie des Windes.

Ich ertappe mich, nach etlichen Kilometern von dir entfernt, noch mit dir mitzuschwingen und das Lächeln, dass sich auf meinem Gesicht bildet, sagt dir danke.
Danke, dass du mich an die Jahreszeiten des Lebens erinnerst hat.
An jene, die Aufbruch und Genuss verheißen und an jene, die Zäsur und Ruhe bringen, gar manchmal unerbittlich fordern.

Jede Lebensjahreszeit ist ein Tanz, dessen Choreograf ich selbst bin.
Welchen Tanz werde ich neu entwerfen? 
Welchen Tanz zur Perfektion treiben?
Und welchen Tanz beherrsche ich noch immer nicht? Oder muss ich diesen vielleicht gar nicht zu meinem  machen ...



Freitag, 21. September 2018

Gezeiten

In den Gezeiten des Meeres bin ich nur ein kleines, kurzes Aufleuchten von Spuren im Sand.

Sobald das Wasser wieder kommt, bin ich verschwunden; wie so vieles, das ich dachte, dass von mir bleibt.

Meine Spuren halten kaum einer, vielleicht gar zwei Wasserwellen (Generationen) stand.
Und dann?

Dann bin ich verschwunden, wie mein Leben auch und dann, wenn ich Glück habe, bleibe ich als Erinnerung zurück.
Eine, die es sich lohnt zu erinnern.
Eine, die es sich lohnt von ihr zu erzählen.

Nur wem?
Kann ich überdauern?
Kann ich überleben, obwohl ich nicht mehr da sein werde?

Ein kleines Leben, das nur für 1/2/3 Generationen sein Licht behält, hat im Meer nur eine Kurzlebigkeit.
Und dann? Dann vergeht diese Winzigkeit, löst sich auf im Ozean, und wird eins mit allem großen dieser Welt, dem Meer, der Quelle allen Lebens.

Vielleicht ist mein Leben gar nicht so wichtig wie ich glaubte.
Vielleicht ist mein Leben aber auch das größte Geschenk an Dich ... und damit alles.
Vielleicht.



Jederzeit

Manchmal, da willst Du einfach nur mit mir reden, Dir etwas von der Seele sprechen, jedoch treffen Deine Worte nicht den richtigen Ton.
Und so geschieht es, dass wir uns verstricken in Worte, im Tenor des Gesagten, in falschen Interpretationen, in grausame Erinnerungen abgleiten ... und nach einer Nacht voll Einsamkeit und einem unfertigen Gespräch will ich Dir nur sagen:

Nimm mich mit in Deine Gedankenwelt - jederzeit.
Nimm mich mit auf Deine Gedankenreisen - jederzeit.
Nimm mich mit in Deine dunkle Stunden - jederzeit.
Nimm mich mit in Deine Welt der Traurigkeit- jederzeit.

Nimm mich mit, vertraue mir.
Ich lass Dich nicht mehr, nie mehr, allein.

Denn ich nehme Dich mit, in meinem Herzen - zu jeder Zeit.

Montag, 16. April 2018

Das Leben

Aus dem Nichts erschaffen
und doch aus Allem hervorgegangen.

Aus dem kleinsten Teil geboren
und doch zum größten Wunder geworden.

Aus dem Dunkeln entsprungen
und doch zum Hellsten erstrahlt.

Aus der tiefsten Trauer entstiegen
und doch zum Glück auserkoren.

Sonntag, 18. März 2018

Wir haben uns verloren

Ich habe dir schon lange nicht mehr geschrieben.
Ich habe dich bei unserem letzten Treffen verletzt.
Und wie ich heute weiß, wird es für lange Zeit unser letztes Treffen gewesen sein.

Ich habe dich nämlich verloren.
Verloren an eine Welt, die nicht die meine ist.
Verloren an eine Gesellschaft, die nicht die meine ist.
Verloren an ein Gold, dass nicht das meine ist.
Verloren an eine ..., ich weiß es einfach nicht.

Ich habe dich verloren und beim letzten Treffen die Königsregel missachtet.
Auseinander zu gehen ohne ein "ich hab dich lieb" zu sagen, auch wenn ich es nachher schriebe, dass es mir sehr Leid tut, denn man weiß nie, was passiert und ob man es sich nochmals sagen werden kann.
Ob man noch die Möglichkeit bekommt, es persönlich, in vollem Bewusstsein, weiterzugeben und vom anderen angenommen zu werden.
Man weiß schließlich nie, ob es das letzte Mal sein könnte.

Ich habe dich verloren und diese Erkenntnis tut weh.
Auch wenn wir nicht die gleiche Seite des Lebens teilen, so hoffe ich, dass wir es eines Tages werden.

Und eines Tages wird dein Leben, dein Leben sein.
Und eines Tages wird dein Tun, dass sein, das dich glücklich macht.
Und eines Tages wird dieses Leben einen Sinn für dich ergeben.
Und eines Tages, wirst du glücklich sein.

Bis es soweit ist, habe ich dich verloren.
Ich lege dein Leben in Gottes Hand und er möge dich führen und leiten.
Er möge dich beschützen, er möge dir Kraft schenken.

Und dann, eines Tages, vielleicht, wirst du erkennen,
dass ich immer an deiner Seite war.
Heute jedoch, habe ich dich verloren und mich auch.





Sonntag, 4. Februar 2018

Leere

Sinnbefreit.
Sinnentleert sind unsere Treffen.

Jedes mal bricht ein kleines Stück mehr von unserer Freundschaft weg.
Denn,
- jedes mal finden wir uns in alten Geschichten wieder.
- jedes mal kauen wir auf den selben Themen rum.
- jedes mal ist unsere Zeit, irgendwie, umsonst verlaufen.

Nur, dass uns das lapidare umsonst unsere Lebenszeit kostet.
Zeit, die ich gerne in Fülle und Freude, Lachen und Strahlen, mehr noch,
mit wissenswertem verbringen möchte.

Wann erhält unsere Freundschaft wieder dieses Upgrade?
Wann bekommt unsere Freundschaft wieder ihren Stellenwert zurück?

Warum ich mich all das frage, wenn unsere Freundschaft doch so leer ist?
Weil, ja weil wir Freunde sind, trotz allem und durch jede Zeit hindurch.
Ich will dich in meinem Leben einfach nicht missen, trotz dem fehlenden Upgrade.

Aber beim nächsten Treffen machen wir wieder etwas tolles - versprochen?
https://www.pexels.com/de/foto/590510/

Mein Weihnachtsgeschenk an meine Schwiegereltern

Ich möchte Euch etwas schenken.
Etwas, dass es nicht zu kaufen gibt.
Etwas, dass es nicht zu vergessen gilt.


Etwas, dass nicht erst durch die Verpackung schöner wird oder dann erst Wertigkeit bekommt.
Etwas, dass Euch immer begleitet, wie eine Kaschmirdecke, die Euch umhüllt.
Etwas, dass Euch immer wärmt, wie ein Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel.
Etwas, dass Euch immer schützt, wie der liebe Gott, der auf all Euren Wegen seine schützende Hand über Euch hält.
Etwas, dass Euch nie verlässt, sogar im tiefsten Dunkel.
Etwas, dass Euch immer sicher ist.

Meine Liebe.


Meine Liebe, die schenk ich Euch zu Weihnachten, obwohl sie Euch schon so lange gehört.
Aber ich wollte es Euch sagen, damit Ihr es wisst und niemals vergesst.
Zu schnell kann manchmal die Zeit vergehen und ich hab es nicht gesagt.
Zu schnell kann manchmal keine Zeit mehr dafür sein und Ihr habt es nicht von mir gehört.
Zu schnell vergisst man es im Trubel, daher will ich es nochmals sagen:
Ich schenk Euch meine Liebe, zu jeder Zeit.