Freitag, 21. September 2018

Gezeiten

In den Gezeiten des Meeres bin ich nur ein kleines, kurzes Aufleuchten von Spuren im Sand.

Sobald das Wasser wieder kommt, bin ich verschwunden; wie so vieles, das ich dachte, dass von mir bleibt.

Meine Spuren halten kaum einer, vielleicht gar zwei Wasserwellen (Generationen) stand.
Und dann?

Dann bin ich verschwunden, wie mein Leben auch und dann, wenn ich Glück habe, bleibe ich als Erinnerung zurück.
Eine, die es sich lohnt zu erinnern.
Eine, die es sich lohnt von ihr zu erzählen.

Nur wem?
Kann ich überdauern?
Kann ich überleben, obwohl ich nicht mehr da sein werde?

Ein kleines Leben, das nur für 1/2/3 Generationen sein Licht behält, hat im Meer nur eine Kurzlebigkeit.
Und dann? Dann vergeht diese Winzigkeit, löst sich auf im Ozean, und wird eins mit allem großen dieser Welt, dem Meer, der Quelle allen Lebens.

Vielleicht ist mein Leben gar nicht so wichtig wie ich glaubte.
Vielleicht ist mein Leben aber auch das größte Geschenk an Dich ... und damit alles.
Vielleicht.



Jederzeit

Manchmal, da willst Du einfach nur mit mir reden, Dir etwas von der Seele sprechen, jedoch treffen Deine Worte nicht den richtigen Ton.
Und so geschieht es, dass wir uns verstricken in Worte, im Tenor des Gesagten, in falschen Interpretationen, in grausame Erinnerungen abgleiten ... und nach einer Nacht voll Einsamkeit und einem unfertigen Gespräch will ich Dir nur sagen:

Nimm mich mit in Deine Gedankenwelt - jederzeit.
Nimm mich mit auf Deine Gedankenreisen - jederzeit.
Nimm mich mit in Deine dunkle Stunden - jederzeit.
Nimm mich mit in Deine Welt der Traurigkeit- jederzeit.

Nimm mich mit, vertraue mir.
Ich lass Dich nicht mehr, nie mehr, allein.

Denn ich nehme Dich mit, in meinem Herzen - zu jeder Zeit.