Freitag, 22. April 2016

Ohne Dich über den Wolken


Eine Geschäftsreise steht an, und normalerweise würde ich mich vorbereiten, freuen und gespannt auf das vor mir liegende Abenteuer Argentinien blicken.

Diesmal ist es jedoch anders.
Alles ist anders geworden mit Dir.
Und das gleiche sagst Du zu mir.
Es ist anders, seit damals, als wir uns an jenem sonnigen Tag im Hofgarten das erstemal trafen und sich unsere Leben verwoben und eins wurden.

Meine Angst, ein ganz neues, anderes, aufrichtigeres Leben zu beginnen, war so groß, dass ich das, was ich kannte, vorzog und Dich dadurch verließ.

Das erste Mal.

Doch die Liebe kennt kein Nein, wenn es ja heißen muss.

Was sein soll, wird sein, und so kam es, dass es wenige Jahre später erneut die Chance gab, es zu versuchen. Nur zu schwer waren die Verletzungen des ersten Males, zu groß erneut die Gefahr, der wahren Liebe zu nahe zu kommen. Den Geschichten anderer glaubte ich mehr als Dir, und so kam die  Trennung, bevor es überhaupt beginnen konnte.

Das zweite Mal.

Doch was sein soll, wird sein, und so geschah, was geschehen musste. Die dritte Gelegenheit bot sich dar, und nun es gab keinen Grund, der Angst und den Ressentiments erneut Platz zu machen.

Nun vergehen die Jahre, und wir sind inzwischen glücklich, jede Stunde unseres Lebens ist erfüllt, und unser Lachen erfüllt den Raum.

Unsere Herzen tanzen im gleichen Takt, und auch wenn es kitschig klingt, wir lieben. Wahrlich lieben wir, einander, die Liebe, das Leben, und sei es noch so klein.

Liebe meine Lebens, versteh', wie weh es tut Dich allein zu lassen. Zu groß die Angst, soweit entfernt zu sein von Dir.
Zu lange habe ich unsere kostbare Zeit vergeudet, sodass nun jede Minute ohne Dich eine leere Minute ist, die uns gemeinsame Lebenszeit kostet.

Egal welch' großes Abenteuer auch vor mir liegt.
Ohne Dich ist alles nichts.
Mit Dir ist alles Alles für mich.

Ich liebe Dich.


Samstag, 16. April 2016

Die Welt durch Deine Augen sehen

Während Du süß schlafend in Deinem Bettchen liegst und Deine süßen Goldlöckchen Dein Kopfkissen bedecken, sehe ich Dich an und beneide Dich. Beneide Dich um Deine Sicht auf diese Welt.

Alles, was Du auf dieser Welt erlebst, ist für Dich neu, wundersam und wunderschön zugleich.

Ein Erinnerungslichtblitz trifft gerade auf Dein Erinnerungszentrum und Dein kleiner süßer Mund formt sich zu einem kleinen Lächeln.

Du träumst wohl gerade von Wundern.
Den Großen und den Kleinen, die nur noch Du so erkennen kannst, denn Du bist noch klein und diese Welt ist für Dich so groß, bunt, fröhlich, friedlich und vollkommen.

Deine Augenlider flackern leicht und Dein kleiner Entdeckergeist scheint weiterhin auf Empfang gestellt zu sein.
Man merkt, dass Du diesen Tag erneut erlebst, verarbeitest und zu Erinnerungen formst.

Du wirst diese Erinnerungen brauchen, mein süßes Kind, wenn Du groß bist.
So träume süß mein Kind, träume von Vollkommenheit, Liebe, Erfüllung, Güte und Wundern.

Wie gern würde ich diese Welt noch einmal durch Deine Augen sehen wollen, denn meine Erinnerungen sind verblasst und unwiederbringlich zerstört.

Aber warte, ein klein wenig sehe ich die Welt durch Deine Augen!
Nicht ganz, aber für den kleinen Moment eines lächelns, nämlich dann, wenn ich Dich ansehe.

Mittwoch, 13. April 2016

Schlaflos

Gestern, warst du noch da.
Gestern, habe ich noch neben dir geschlafen.
Gestern, war gestern und nun ist alles anders.

Heute, liege ich schlaflos im Bett und vermisse dich.
Heute, frage ich mich, ob du vielleicht doch wiederkommst.
Heute, kann ich nicht ertragen, denn es findet ohne dich statt.

Morgen, wird die Sonne sicherlich wieder scheinen.
Morgen, werde ich den Grund für all dies hier wissen.

Morgen, wird alles anders sein, morgen. 


Samstag, 9. April 2016

Verbleibende Zeit

Ich blicke in die gesellige Runde und sehe Familie und Freunde, Tränen der Freude, lachende Gesichter, unendliche Dankbarkeit.

Wie selbstverständlich nehme ich die vielen Eindrücke dieser Diamanthochzeit wahr bis mir plötzlich bewusst wird, dieses Fest, in dieser Runde wird wahrscheinlich das letzte sein.

Es bleibt uns gemeinsam nur noch begrenzt Zeit.
Zeit deren Wert wir viel zu spät zu schätzen wissen werden.

Und wenn dem so wäre?
Wenn die Zeit uns trennt?
Was passiert dann?

Traurigkeit wird uns überkommen, Einsamkeit, Schmerz.

Die Vergänglichkeit der Zeit wird mir noch einmal mehr als bewusst und es wird mir auch bewusst, dass die Zeit für einen Abschied noch nicht gekommen ist.

Nicht heute.
Denn jetzt ist hier.
Jetzt ist alles gut.
Jetzt kreieren wir eine Erinnerung und damit etwas das bleibt, wenn die Zeit uns trennt.

Freitag, 8. April 2016

Endlichkeit im Palast des Morgens

Morgen, wenn die Sonne scheint, werden wir einen Ausflug machen.
Morgen, wenn es regnet, werden wir einen  Spielenachmittag zu Hause machen.
Morgen, wenn wir mehr Geld haben, können wir uns was ganz besonderes gönnen.
Morgen, wenn wir aufwachen, ist alles gut.

Morgen, wenn...

Und heute? 

Was ist heute mit der Sonne, die uns gerade jetzt an der Nasenspitze kitzelt und uns zum lächeln bringt?
Was ist heute mit dem Regen, der uns einen gemütlichen Nachmittag zu Hause schenkt?
Was ist heute mit dem Geld, welches wir schon haben und uns jetzt etwas kaufen könnten?
Was ist heute, nach dem wir aufgestanden sind, nicht gut?

Heute könntest du mit deinem morgen einen wunderbaren Tag verpassen, ganz bestimmt jedoch verlieren.

Warum machst du nicht einfach jeden Tag zu einem Heute.