Dienstag, 26. Januar 2016

Ein Plädoyer für den roten Lippenstift

Tragt mehr roten Lippenstift!

Ich habe es im Selbstversuch getestet und damit einmal alle boykottierenden Gründe, nicht roten Lippenstift zu tragen weil..., zur Seite gelegt.

Und siehe da, ich hatte einfach nur Spaß!
Den ganzen Tag fühlte ich mich wohl in meiner Haut, strahlte über das ganze Gesicht und wusste mit Gewissheit, ab jetzt trage ich immer roten Lippenstift.
Auch am Wochenende.

Roter Lippenstift hebt schlagartig die Stimmung - versucht es einfach einmal!



Donnerstag, 21. Januar 2016

Verletzte Seelen

Verletzte Seelen

Jeder schöne Moment,
birgt in sich die Angst,
wie eine Seifenblase zu zerplatzen
und durch eine Schwere ersetzt zu werden.

So wie es gestern bei uns geschah.
Ein Moment der Liebe und Freude,
wurde in einem unbedachten Moment
in eine dunkle Tiefe der Dunkelheit und Verletzlichkeit gerissen.

Wir haben unser "es ist", in ein "es war" getauscht.

Immer wieder erwischt uns dieses gleiche Schauspiel:
Verletzte Gefühle, wunde Herzen, klaffende Wunden.

Die Zeit soll angeblich heilen, jedoch heilt sie nie alles.
Etwas bleibt immer übrig und erinnert.

Was täte ich nur, um es ungeschehen zu machen.



Montag, 18. Januar 2016

Schneezauber

Eine dicke Schneeschicht bedeckt den Englischen Garten und plötzlich 
erscheint dieses kleine Stückchen Welt, wie eine weiße Leinwand, 
der Farbe zugeführt werden muss.
Die Farben, die an meinen geistigen Auge vorbeiziehen, 
erinnern mich schon an den kommenden Frühling, 
die aufbrechende Sehnsucht der Natur Richtung Sonne. 
Die ersten grünen Knospen, die sich nach dem Winter ihren Weg bahnen und 
Vögel, die ihre Flügel spreizen, um auf der nächsten Luftwelle emporzusteigen. 
Wenn Frühling wird, erwacht die weiße Welt nach einem langen Winterschlaf.

Doch jetzt ist noch Winter.
Die kalte Luft weht mir um die Nase und ich bemerke, wie mein Gesicht 
langsam kalt wird, als ich im Augenwinkel einen kleinen Jungen erblicke, 
der sich auf einem alten, wunderschönen Holzschlitten von seinem Vater ziehen lässt.
Ein Lächeln huscht mir übers Gesicht als ich mich an meine Zeit der Schlittenfahrt zurück erinnere: wild und aufregend war jede neue Fahrt, unermüdlich zog ich den Schlitten immer und immer wieder hinauf... Wie weich der Schnee doch war, als ich zu schnell den Hügel hinuntergesaust bin und er mich am unteren Ende aufgefangen hat.

Platsch. 
Eine Schneeflocke triff meine Nasenspitze und ich sehe mich um, 
bin wieder im Jetzt und ich erkenne:

in meiner Erinnerung ist die weiße Leinwand die bunteste.

Samstag, 16. Januar 2016

Dinge haben ihre Zeit

Dinge haben ihre Zeit.

Es schneit gerade, und während die Schneeflocken, noch tänzelnd in der Luft, 
langsam zu Boden fallen, werde ich ruhig.

Die Last der letzten Monate, Wochen und Tage beginnt abzufallen, und mein 
Geist fängt an auf neue Reisen zu gehen, denn er hat ja jetzt Zeit.

Wenn eine Sache/Arbeit oder „Ding“ zu Ende geht, muss man den Schmerz, 
der damit einhergeht, aushalten können, zulassen können; was natürlich leichter 
gesagt als getan ist in diesem Moment.

Und so geschieht es, dass nach vier Jahren eines berufsbegleitenden Studiums 
mit der Abschlussarbeit eine Zeit zu Ende geht, die viel Kraft geraubt hat,
jedoch auch so viel Wunderbares und Gutes hat entstehen hat lassen.

Dinge haben ihre Zeit, sie kommen, sie gehen, verändern uns und unser Tun, 
und ohne es zu bemerken, beginnen wir zu vergessen, und die Eindrücke 
verblassen.

Denn Dinge haben auch in unserem Kopf ihre Zeit,
bis wir neuen Dingen Zeit einräumen.

Auf die neue Zeit also, die jetzt folgt.

Samstag, 9. Januar 2016

Bücherträume

Bücherträume 

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn auf eurem Weg plötzlich ein kleiner, unscheinbarer Laden eure Aufmerksamkeit einfängt und bannt?

Während ihr darüber nachdenkt, ob ihr hingehen werden, ist es längst geschehen, ihr betretet mit Neugierde diesen Ort und die Zeit scheint plötzlich still zu stehen.
Ihr seid erfüllt vom Raum, den Eindrücken, die eure Augen aufnehmen, und die Lebendigkeit der Gedanken, die sich Platz in eurem Kopf schaffen und euch auf Sinnesreisen schicken. 
Reisen in die Vergangenheit, Reisen in die Zukunft, Reisen ins Jetzt. 

Das sanfte Licht führt euren Blick über die Regale, die vollgefüllt mit Kostbarkeiten auf ihre Entdeckung warten. Das Gefühl, an diesem Ort zu versinken, macht sich breit und erfüllt einen gleichsam mit Leichtigkeit. 

Genau diesen Ort fand ich, eher er fand mich, in meinem geliebten Wien. 

Der kleine unscheinbare Laden fiel mir eher zufällig im Vorbeigehen ins Auge. Fast wäre ich an ihm vorbeigegangen! Gut, dass es nicht so gekommen ist, denn ich hätte ein Kleinod verpasst. 

Der schmale, zwei Zimmer kleine Laden entpuppte sich nämlich als einzige "jugoslawische" Buchhandlung in Wien, in der sich allerlei Werke fanden! Neben Ivo Andrić, dem wunderbaren Literaturnobelpreisträger unserer Zeit, fanden sich neue und alte Bücher wieder. 

Bücher, die über Orte meiner Kindheit erzählen und Bücher, die Erinnerungen an vorgelesenen Geschichte wecken, stapelten sich übereinander, nebeneinander in Regalen und am teppichbelegten Boden. 
Mich überkam das schon so lange vermisste Gefühl von Freude, kindlicher Freude, die den Moment von Freude zulässt und alles, alles um einen und den Tag herum vergessen lässt.


Wieder Kind sein, welch wundervolles Gefühl von Glück, es noch nicht vergessen zu haben, es sein zu können. 

Donnerstag, 7. Januar 2016

Heute ist Weihnachten!

Buntes Schneetreiben zu Weihnachten

Während ich auf dem Weg zur Kirche bin, begleiten mich fallende Schneekristalle vom Himmel. 
Sie breiten sich unter meinen Füßen aus und lassen mit der Zeit meine schweren Schritte in weich knisternden Wölkchen versinken.

Die hellen Fenster, die ich im schnellen vorbeigehen erblicke, ergießen sich im leuchtenden Glitzerkleid und Kinderlachen erfüllt die kalte Dunkelheit.
Heute Nacht, ich erkenne es nun, wir uns erneut ein wundervolles Himmelsgeschenk auf Erden gemacht.

Jesus, das kleine Kind, das bald im Stall in die Nacht hineingeboren wird, wird zu unserem Licht in der Dunkelheit. Welch Wunder, welch einzigartige Glückseligkeit!

Jahr für Jahr dürfen wir erneut Zeugen dieses Wunders werden, das vor so langer Zeit zu uns kam.
Wann beginnen wir, es endlich als das zu sehen was es ist? 
Ein immerwährendes Bekenntnis zu uns.

Fröhliche Weihnachten

Montag, 4. Januar 2016

Liebe oder wahre Liebe?

Liebe oder wahre Liebe?

Wie erklärt man Menschen in seiner Umgebung, was wahre Liebe ist, wenn sie sie niemals erlebt haben?
Wie kann man etwas so großes erklären, für das man selbst nur einfache Worte findet, die es jedoch auf den Punkt bringen: Es ist einfach wahre Liebe. 
Irgendwie unerklärlich einfach, nicht?

Während man ruhig diese Worte spricht, erkennt man beim Anderen diesen Blick in den Augen, der versucht, dass selbst erlebte mit dem zu vergleichen, was man gerade gehört hat. 
Wie kann jemand die wahre Liebe vergleichen, wenn er sie nie kennen gelernt hat? Noch nicht kennen gelernt hat und gegebenenfalls niemals kennen lernen wird?

Ich beginne mich zu fragen, warum so viele Menschen sie nicht kennen lernen.
Die Antwort findet sich relativ schnell: Man gibt sich so leicht zufrieden mit dem Gefühl der Verliebtheit, welches man fälschlicherweise als Liebe ansieht, anstatt sie wirklich innerlich zu spüren und von ihr erfüllt zu sein. 

Natürlich, in der heutigen Zeit lauert die verliebte Liebe überall und man ist froh jemanden gefunden zu haben, der Willens ist, das Leben mit uns zu teilen. Ein Stück davon zumindest. 
Viele dieser verliebten "Lieben" führen sogar zu Ehen, langen und auch schönen Ehen, jedoch nicht mehr zu diesen lebenslangen, erfüllten, gleichtaktenden.  

Das gewisse Etwas beginnt mit der Zeit zu fehlen und besonders schmerzvoll wird uns dies bewusst, wenn wir sogar Kinder bekommen haben und merken, dass unsere Liebe zum Anderen nichts weiteres mehr als die Elternschaft verbindet. 
Wie schlimm ist diese Erkenntnis, doch so lange alleine zu Zweit gewesen zu sein und darüber hinaus mit dem wertvollsten Geschenk auf Erden gesegnet worden zu sein? Wie schwer fällt es uns dann zuzugeben, dass wir mit weniger als der wahren Liebe zufrieden waren. Wir haben uns selbst getäuscht. Wir. 

Diese Erkenntnis verändert nun drei Leben. Unser eigenes, dass des Lebensbegleiters und das unseres Kindes. Uns selbst mit weniger zufriedengeben zu haben, ist schlimm genug, dass Leben unseres Kindes zu zersplittern, bevor es Geborgenheit und Sicherheit kennengelernt hat, ist kaum zu überwinden. 
Wir müssen uns dessen bewusst sein, wenn wir uns für ein Leben zu Zweit, statt nur allein entscheiden. Eine ungemütliche Wahrheit, nicht war?
Ja, und dennoch eine wichtige, die sich des Nachdenkens lohnt, denn manch einer von uns lernt die wahre Liebe schneller kennen, mancher erst viel später; so wie ich selbst.

Egal wann sie uns passiert, eines sollten wir uns immer vor Augen führen: Sie hat nie zu lange Zeit auf sich warten lassen. Sie ist meist schon da gewesen, nur haben wir sie aus falschem Selbstschutz weiterziehen lassen. 
Keine Angst, wenn es eure wahre Liebe ist, überlebt sie die Zeit, die Dummheiten und die Umwege.
Vergeudet nur weniger Zeit damit, die nicht wahre Liebe zu pflegen. Lasst sie alsbald ziehen, um der wahren Liebe Platz zu machen. 
Ihr erkennt sie, wenn sie da ist und werdet selbst sagen: "Erklären, kann ich es nur mit den Worten, es ist wahre Liebe."

Genießt sie!


Sonntag, 3. Januar 2016

Ein ich will.

Ich will.

Ich will ein Leben voller Lachen mit Dir.
Ein Leben voller Leben mit Dir.
Ein Leben voller Leidenschaft mit Dir.
Ein Leben voller Leichtigkeit mit Dir.
Ein Leben voller Möglichkeiten mit Dir.
Ein Leben voller Ziele mit Dir.

Jedoch kein Leben ohne Dich.

Samstag, 2. Januar 2016

Gedanken zum Erwachsen werden

Erwachsen werden passiert in einem Moment.
Ganz plötzlich.
Wir nehmen diesen Augenblick gar nicht wirklich bewusst wahr,
er ist nur irgendwann, irgendwie da.

Erst viel später, wenn die Dinge ihren Lauf nehmen
und wir eines Tages aufgrund eines Geschehnisses beginnen,
nach diesem Moment zu suchen, fragen wir uns zwangsläufig,
wann bin ich i c h geworden?

Wann habe ich meine Träume aufgegeben,
wann meine Wünsche zurückgesteckt,
wann meine Leichtigkeit und damit mein Lachen verloren
und noch viel schlimmer,
wann habe ich meinem inneren Kind die Hand entzogen
und es losgelassen, allein gelassen?!

Alles verschwimmt in unserem Kopf bei diesen Gedanken
und wir müssen uns eingestehen,
dass wir all dies selbst zugelassen haben.
Wir selbst haben uns den gesellschaftlichen Konventionen gebeugt,
ohne wenn und aber akzeptiert, dass Erwachsene dies und jenes nicht tun
und dabei uns selbst vergessen.

Eines sollten wir jedoch nie vergessen:
Den Kontakt zu uns selbst können wir jederzeit wieder aufnehmen.
Wir müssen nur uns selbst zulassen,
und das ist das eigentliche Stück Arbeit an der Sache.


Freitag, 1. Januar 2016

1.1.2016

Die Kraft des neuen Jahres

Ist es nicht verwunderlich,
wie wir Menschen den 1. eines neuen Jahres ersehnen,
um alles auf Anfang zu stellen?

Wünsche, Träume, Hoffnungen und vieles mehr
werden in Luftschlössern von uns erbaut,
um wenig später zu zersplittern.

Warum können wir die Kraft nicht erhalten
und sie an jedem 1. eines Monats neu ins jetzt erheben?