Ich beginne mich zu erinnern.
Das ich, bevor ich mich vergessen habe, einmal da war.
Nicht in einem anderen Leben, sondern in diesem.
Ich erinnere mich, trotz allem was mir passierte, an
tanzen unter dem Regenbogen,
Schaum im kaum hohen Badewannenwasser erzeugen, am liebsten im Garten,
an frisch gemähtes Gras und Heu,
an Weinberge, soweit das Auge reicht,
an schlafen im Gras unter den Sterne, die aufgereiht in der Milchstraße für mich leuchteten.
Vor allem erinnerne ich mich ans Gefühl, verwurzelt gewesen zu sein, in Jugoslawien, das Wien schon als Wortteil in sich trug.
Wurzeln, eigenartig.
Sie können so stark sein, dich binden, dich erden, dich aus der Bahn werfen.
All das geschriebene habe ich langsam vergessen, weil es nicht zu mir passte, dachte ich.
Weil es so ganz anders war, dachte ich.
Weil es so überhaupt nicht zu dem gehörte, was ich sein wollte.
Heute, viele Jahre später, vermisse ich all das, aber nur kurz.
Denn ich habe es ja nicht vergessen, nur weit in mir vergraben.
Ich werde mal in mich reinsehen, beginnen zu graben und zu entdecken, was mich ausmacht.
Und ich werde beginnen wieder ein Teil von mir zu werden.
Dienstag, 19. Dezember 2017
Freitag, 1. Dezember 2017
Ich
Ich habe dir schon lange nicht mehr geschrieben.
Habe dir schon lange nicht mehr bei deinem täglichen Tun zugesehen.
Dich schon lange nicht mehr gesehen.
Weißt du, ich hatte nämlich keine Zeit für dich, denn die Tage gingen ein und aus und du selbst hast ja funktioniert. Konntest dich ja auch jederzeit melden wenn du etwas gebraucht hättest.
Also, wenn ich dann die Zeit gehabt hätte, dich dann auch wirklich zu hören, dir zuzuhören, hinzuhören.
Beenden wir doch die Lüge; ehrlich gesagt, ich habe dich vergessen.
Habe dich, alles, dem Tagewerk unterworfen.
Einfach so; genau so ist es passiert.
Und heute?
Heute vermisse ich dich.
Vermisse dich so sehr, dass ich dich nicht einfach anrufen kann und sagen kann: "Hi, na wie geht es dir, heute ist ein toller Tag. Hast du Zeit etwas zu unternehmen?"...
Mit meinen Freunden geht das.
Die verstehen alles, erdulden alles und sagen nicht: "Ach, plötzlich Zeit gefunden oder ist dir langweilig und du brauchst Zerstreuung?"
Das schätzen wir, wir Freunde, wirklich sehr aneinander, denn wir verstehen, wie das Leben jeden Tag einen danieder strecken kann. Freunde verstehen, dass man unter- und wieder auftaucht.
Und vor allem wissen Freunde, dass man sie nicht vergessen hat! Man hatte einfach nur keinen ruhigen Moment der Zeit, keinen Moment des bei sich Seins, der ein echtes Gespräch möglich gemacht hätte.
Nur du, du verstehst es nicht, denn du bist das, was mir immer am nächsten ist.
Nämlich ich selbst.
Und ich habe mich vergessen. Niemand externen, sondern mich, ganz alleine mich, innen drinnen.
Die wichtigste Person in meinem Leben - meinen Körper, meine Seele, meinen Geist, all dies habe ich vergessen. Einfach so. Mit einem Wimpernschlag warst du aus meinem Kopf.
Einfach so, habe ich dich, mich, vergessen.
Ich habe dich verlassen, im Stich gelassen.
Du tatst dann das, was du für richtig erachtet hast.
Du hast mich mal so aus der Bahn, meiner "Zeit", geworfen und mich dir unterworfen.
Tagelang habe ich gehadert, habe dich verflucht und doch habe ich dich verstanden.
Ich habe dich, mich, gehört.
Im Trubel der ersten gehfähigen Tage habe ich dich nur einmal, ganz kurz, vergessen.
Sehr schnell hast du mich an dich, mich, erinnert und ich war dir dankbar.
Dankbar, weil ich erkannt habe, was dich, mich, so unruhig macht.
Der Weg nach draußen fällt mir noch sehr schwer.
Ich "sehe" zwischenzeitlich die Hürden und frage mich, wollen wir Zwei sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter nehmen.
Wollen wir, du und ich, gemeinsam einen neuen Weg einschlagen, bei dem wir uns nicht mehr vergessen?
Habe dir schon lange nicht mehr bei deinem täglichen Tun zugesehen.
Dich schon lange nicht mehr gesehen.
Weißt du, ich hatte nämlich keine Zeit für dich, denn die Tage gingen ein und aus und du selbst hast ja funktioniert. Konntest dich ja auch jederzeit melden wenn du etwas gebraucht hättest.
Also, wenn ich dann die Zeit gehabt hätte, dich dann auch wirklich zu hören, dir zuzuhören, hinzuhören.
Beenden wir doch die Lüge; ehrlich gesagt, ich habe dich vergessen.
Habe dich, alles, dem Tagewerk unterworfen.
Einfach so; genau so ist es passiert.
Und heute?
Heute vermisse ich dich.
Vermisse dich so sehr, dass ich dich nicht einfach anrufen kann und sagen kann: "Hi, na wie geht es dir, heute ist ein toller Tag. Hast du Zeit etwas zu unternehmen?"...
Mit meinen Freunden geht das.
Die verstehen alles, erdulden alles und sagen nicht: "Ach, plötzlich Zeit gefunden oder ist dir langweilig und du brauchst Zerstreuung?"
Das schätzen wir, wir Freunde, wirklich sehr aneinander, denn wir verstehen, wie das Leben jeden Tag einen danieder strecken kann. Freunde verstehen, dass man unter- und wieder auftaucht.
Und vor allem wissen Freunde, dass man sie nicht vergessen hat! Man hatte einfach nur keinen ruhigen Moment der Zeit, keinen Moment des bei sich Seins, der ein echtes Gespräch möglich gemacht hätte.
Nur du, du verstehst es nicht, denn du bist das, was mir immer am nächsten ist.
Nämlich ich selbst.
Und ich habe mich vergessen. Niemand externen, sondern mich, ganz alleine mich, innen drinnen.
Die wichtigste Person in meinem Leben - meinen Körper, meine Seele, meinen Geist, all dies habe ich vergessen. Einfach so. Mit einem Wimpernschlag warst du aus meinem Kopf.
Einfach so, habe ich dich, mich, vergessen.
Ich habe dich verlassen, im Stich gelassen.
Du tatst dann das, was du für richtig erachtet hast.
Du hast mich mal so aus der Bahn, meiner "Zeit", geworfen und mich dir unterworfen.
Tagelang habe ich gehadert, habe dich verflucht und doch habe ich dich verstanden.
Ich habe dich, mich, gehört.
Im Trubel der ersten gehfähigen Tage habe ich dich nur einmal, ganz kurz, vergessen.
Sehr schnell hast du mich an dich, mich, erinnert und ich war dir dankbar.
Dankbar, weil ich erkannt habe, was dich, mich, so unruhig macht.
Der Weg nach draußen fällt mir noch sehr schwer.
Ich "sehe" zwischenzeitlich die Hürden und frage mich, wollen wir Zwei sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter nehmen.
Wollen wir, du und ich, gemeinsam einen neuen Weg einschlagen, bei dem wir uns nicht mehr vergessen?
Abonnieren
Posts (Atom)