Viel zu schnell und doch ist genug Zeit, dass mich dein Strahlen, im Dickicht von vielen starken Bäumen und Tannen, gefangen nimmt, ja sichtlich berührt.
Ich sehe, in Bruchteilen von Sekunden, im Sonnenlicht noch dein sattes Grün an vielen Ästen aufflackern. Aber ich sehe im Sonnenschein auch schon dein traumhaft rostrotes Blätterkleid, dass sich nach unten hin immer weiter ausbreitet.
Welch Farbenschauspiel, welch Pracht.
Klein bist du, so zwischen all den großen Bäumen, und doch hast du deinen Platz zwischen ihnen fest eingenommen.
Euer Leben beginnt langsam dem Herbst Platz zu machen und ihr verändert euer Farbenkleid. Passt euch dem Kommenden an, ohne euer innerstes Leben zu verlieren.
Ihr werdet bald gemeinsam schlafen gehen und dem Schnee ein festes Zuhause auf euren starken Ästen bieten.
Aber bis dahin tanzen eure Blätter noch im Herbstwind und eure Äste wiegen sich sanft zu Choreografie des Windes.
Ich ertappe mich, nach etlichen Kilometern von dir entfernt, noch mit dir mitzuschwingen und das Lächeln, dass sich auf meinem Gesicht bildet, sagt dir danke.
Danke, dass du mich an die Jahreszeiten des Lebens erinnerst hat.
An jene, die Aufbruch und Genuss verheißen und an jene, die Zäsur und Ruhe bringen, gar manchmal unerbittlich fordern.
Jede Lebensjahreszeit ist ein Tanz, dessen Choreograf ich selbst bin.
Welchen Tanz werde ich neu entwerfen?
Welchen Tanz zur Perfektion treiben?
Und welchen Tanz beherrsche ich noch immer nicht? Oder muss ich diesen vielleicht gar nicht zu meinem machen ...

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