Ruh Dich aus mein Liebherz, ruh Dich aus.
Geschlagen hast Du Stund um Stund, Tag um Tag, Jahr um Jahr.
Zeit wird es sich auszuruh’n. Langsam zu schlagen, den Schlaf entgegen zu sehen und dem Körper, und dem Kopf, eine Gutenachtgeschichte vorzugaukeln.
Schlaf mein Herz, so schlaf.
Vermissen tue ich Dich schon jetzt. Schon jetzt kann ich den Gedanken nicht ertragen, Dich gehen zu sehen. Und doch weiß ich, es wird Zeit Abschied zu nehmen.
Zeit, welch’ schlimmes Wort in diesem Moment, denn sie rinnt uns durch die Finger und lässt uns mit nichts zurück.
Alles geht. Der letzte Gedanke verlässt Deinen Mund und das Licht geht endgültig aus Deinen wundervollen, nach Leben sehnenden Augen, aus.
In meinem Herzen erlischt die Flamme.
Es wird kalt um mich herum und die Leere und Einsamkeit ummantelt mich.
Und im gleichen Moment formt sich neu die Glut der Wut über die Zeit, die mir nicht mehr mit Dir gegönnt war.
Leb’ wohl mein ehemals schlagend Herz, leb’ wohl.

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