Während ich an einem neuen Tag mit der U-Bahn Richtung Arbeit fahre,
und dabei viele Menschen der Vortagsfahrt erkenne, beginne ich, mal
wieder, über
das Leben und seine soziale Definition nachzudenken.
Die Gesichter, manche mit Make-up - andere ohne, schauen mich
mit meist
leeren Augen an. Sie zeugen bereits am Tagesanfang von den sozialen Erwarten
„du
musst, du sollst, du hast noch nicht, wie kannst du nur warten, das ist noch
nicht erledigt, du bist noch nicht in der Position xy“ uvm.
Irgendwie seltsam, wie wir jeden Tag in ein bestimmtes
Sein-Schema „gepresst“
werden, das aus müssen, sollen und, können besteht.
In
genau dieser Reihenfolge.
Aber HALT – wo bleibt dürfen!
Während ich als Kind noch „geformt“ werden muss, um auf das
spätere Leben
vorbereitet zu sein, rebelliere ich als Teenager gegen genau all
diese „sozial-
erwartete-Formen“. Als Erwachsener im Berufsleben, erfülle ich dann
wiederum
Erwartung. In Beziehungen dann auch allgegenwärtige Konventionen, wie
eine
Beziehung zu sein hat, um als glücklich bezeichnet zu werden.
Jedoch, wo bleibt bei all dem das eigene Leben, dessen
einziger Grundsatz die
Freude am Leben an sich ist?
Wo bleiben
die „singing
in the rain“ Momente,
die “Me and
Mrs Jones” Balladen,
die Doctor Who Marathon-Abende, die bis spät in die Nacht
von einer Folge
zur nächsten führen und einen unausgeschlafen am nächsten Tag
zurück lassen?
Wo bleiben die Pippi Langstrumpf Strophen „Ich mach' mir die
Welt - widdewidde
wie sie mir gefällt ...“
Wo bleibt das Lachen, das den Menschen so wunderschön macht?
Das Lachen, das Augen strahlen lässt.
Aufgaben bewältigbar macht.
Von überwundenen Krisenzeiten zeugt und Freude am Sein
zeigt.
Erinnere dich lieber Mensch, erinnere dich ans Dürfen, erwecke
es in dir und sei.

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