Montag, 26. Dezember 2016

Rückblende und Gedanken

Samstag, 24. Dezember 2016.

Die letzten Stunden vor Weihnachten haben begonnen.
Für viele ist das Fest hektisch, vielleicht tragisch, romantisch, herbeigewünscht oder gar verflucht.
Weihnachten steht also vor der Tür und es werden noch schnell letzte Geschenke gekauft, als ob es das Morgen nicht mehr gibt.

Warum stellt sich mir die Frage.
Warum ist Weihnachten so anstrengend geworden?

Warum stehen Mütter und Frauen tagein tagaus am Herd und opfern sich auf auch an Weihnachten zu kochen, anstatt dies gemeinsam mit den Liebsten zu tun?
Warum kaufen wir wie Wahnsinnige Geschenke, anstatt zu Spenden?
Warum produzieren wir Müllverpackungen, anstatt mit einem Lächeln eine Kleinigkeit zu überreichen und die Anekdote des "warum gerade das für dich" zu  erzählen?
Warum verschwenden wir das schwer verdiente Weihnachtsgeld in Saus und Braus, anstatt Momente der Nächstenliebe für andere damit zu kreieren?

Ist Weihnachten nicht die Zeit des Gebens - des Gebens von Zeit, Liebe, Zuwendung und Freude über ein Kind, das in Bethlehem als Retter geboren wurde?

Was ist aus diesen Fest im so fortschrittlichen Jahrtausend geworden?
Wann sind wir so "gewöhnlich verwöhnte" Gläubige geworden?

Der Krieg zieht seine Kreise immer enger um uns herum und wir blicken in eine neue Zeit, die vieles mit sich bringen wird.
Mehr Krieg, mehr Unvernunft, mehr Machtkämpfe, mehr Abschottung, mehr Hass, mehr Unwissenheit? Wir wissen es nicht.
Nur was tun wir gegen all das Mögliche - außer nur darüber zu reden?

Mein Mann tat dieses Jahr etwas sehr besonders dagegen. Er sagt zwar richtig "man spendet einfach und gibt nicht damit an", das will ich heute damit auch nicht tun, aber ich will, dass sie sich überlegen, dass künftig auch zu tun!

Spenden kann man so vieles neben dem Klassiker Geld.
Zum Beispiel Zeit!
Zeit, um im Altenheim vorzulesen und den Pflegern damit ein paar Stunden der Erholung zu gönnen.
Zeit, um Essen bei der Tafel ausgeben.
Zeit, um für die ärmsten Kleidung zu sortieren in der Gemeinde.
Zeit, um sein Ohr zu spenden - natürlich nur um zuzuhören - und dazu ein verständnisvolles Lächeln und Wort für diejenigen zu haben, mit denen wir nicht mehr sprechen, sprechen wollen; den Obdachlosen.

Brauchen wir - also außer Kinder - wirklich Geschenke?
Brauchen wir wirklich ein Weihnachtsgeld, um davon Geschenke zu kaufen, die wir uns bereits selbst kaufen können (sollte man auf etwas besonderes sparen, ist eine kleine Geldspende sicherlich gut gedacht!).
Brauchen wir noch mehr "Zeug", um unsere Wohnungen vollzustellen, um im Kram zu ersticken?

Brauchen wir all das, anstatt wenigstens einmal im Jahr richtig nett zu sein und denen zu geben, die es nötiger haben als wir?!

Sie selbst entscheiden jeden Tag, wie Sie Ihr Leben "bereichern".
Denken Sie beim nächste Kauf einfach nur bitte ein zweites Mal nach.
Damit ist schon mehr geholfen als Sie glauben.

Fröhliche Weihnachten 🎄

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