Unser Leben ist vergänglich.
Mit dem Eintritt unserer Seele in den menschlichen Körper
laufen unsere Uhren einem Endzeitpunkt entgegen.
Jeden Tag, unaufhaltsam.
Jeden Tag, unaufhaltsam.
Auch wenn wir denken, dass wir unser Leben immer vor uns haben,
so ist es doch so, dass wir auf sein Ende hin leben.
Es bleibt einem mehr oder weniger Zeit,
es zu gestalten, um dem Tode am Ende Ehre zu erweisen.
Wie das geht?
Seinem Leben Momente der Erinnerung geben.
Dem Erschaffen von Liebe frönen.
Dem Geist Wonnen der Klarheit und Fantasie schenken.
Dem Körper Lust sein.
Den Menschen in unserer Nähe Inspiration sein.
Unseren Kindern Helden.
Alles, alles trägt dazu bei, am Ende des Lebens in ein neues einzutauchen.
So habet keine Angst vor dem Tode, dem dunklen, unbekannten,
So habet keine Angst vor dem Tode, dem dunklen, unbekannten,
sondern habet Angst,
dieses Leben zu verlieren
und am Ende nichts davon gehabt zu haben.
Thomas Mann
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